KS7: Dieter Franke

Komplexität und Struktur des Gegenstandslosen

Dieter Frankes Werke sind komplex strukturierte Erkundungen der Fläche und des Bildraums auf Leinwand und Acrylglas. Er sucht nicht das Abbild oder dessen Abstraktion, keine vorweggenommene Inhaltsdeutung. Für die Betrachtenden eröffnen seine Arbeiten freie Assoziationsräume von großer Prägnanz und Intensität.

Das Hauptinteresse des Künstlers ist das werkprozessbezogene Experiment. Jedes fertige Bild, jede abgeschlossene Bildfolge ist für ihn die singuläre, nicht wiederholbare Ergebnisdokumentation eines subjektiven, (bild-)immanenten Vorgaben folgenden Arbeitsprozesses. Er testet Reaktionsmöglichkeiten auf die (Eigen-) Dynamik der Bildentwicklung und das Eigenleben der Materialien, auf das daraus entstehende Unerwartete, das vorherige konzeptionelle Planungen an und über Grenzen hinaus führt. Dabei geht es auch um die Überschreitung tradierter Sehgewohnheiten und Bildstrukturen. Extreme definierte Hoch- und Querformate, mehrfache Bildteilungen bilden seine Versuchsfelder. Auf diesen Flächen verbindet er großzügige mit fein detaillierten Strukturen zu einer außergewöhnlichen, die Aufmerksamkeit der Betrachtenden in den Bann ziehenden Tektonik des Bildraums.

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dieterfranke.net/

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